Kommentar DIE ZEIT

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„Verräterische Sprache. Von Jerusalem bis Barmbek: Warum fällt es uns so schwer, Terror beim Namen zu nennen?“ Diese Frage stellte Felix Dachsel in der ZEIT. Auf dem Tempelberg gab es „Zusammenstöße“, als handle es sich um Autos auf einer vielbefahrenen Straßenkreuzung. Dachsel kritisierte auch Außenminister Sigmar Gabriel, der äquidistant und diplomatisch ausgewogen die „Parteien“ in Jerusalem aufrief, die Lage „nicht weiter anzuheizen“. Gabriel ignorierte, dass alles mit einem Mord an zwei drusisch-israelischen Polizisten durch israelische Araber begann und seinen vorläufigen Höhepunkt mit einem Meuchelmord an einer israelischen Familie in Halamish fand. Inzwischen gab es auch noch einen Mordversuch in einem israelischen Supermarkt in Javne, verübt durch einen illegal nach Israel eingereisten Palästinenser aus Jatta bei Hebron. Von dort waren schon mehrere Mörder an Israelis hergekommen. Sind das alles wirklich „Widerstandskämpfer“ – oder wurden sie aufgestachelt, im Namen Islam mit dem Ruf „Allahu Akbar“ zu morden. Bei dem Mörder von Hamburg hieß es ganz schnell, dass der Palästinenser „psychisch instabil“ war. Offenbar gibt es unter den Moslems in Syrien, Irak, Jemen, Ägypten Tausende „psychisch instabile“ Menschen, die seit Osama bin Laden und dem Ausbruch der „Arabischen Frühlings“ Hunderttausende Morde verübten. Denn das Wort „Terror“ mag kaum jemand in den Mund zu nehmen und es ist in manchen Redaktionen sogar „tabu“. Sprache ist ein ungeheuerliches Mittel, Wirklichkeiten wegzudiskutieren oder sie gar nicht erst zu sehen.“

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