SPD naher AK contra Antisemitismus / pro Israel Allgemein Vorsicht Satire: Gabriel an die Jüdische Gemeinde

Vorsicht Satire: Gabriel an die Jüdische Gemeinde

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Nach den türkeistämmigen Menschen bekommen nun auch die Juden Post aus dem Außenministerium.

Liebe jüdische Mitbürger,

ich möchte mich – auch im Namen aller Deutschen – an Sie wenden. Vor allem Sie bekommen die Auswirkungen der israelischen Politik zu spüren. Nicht zuletzt deshalb versucht die Bundesregierung, das aus Gründen extra für Ihre Glaubensbrüder und -schwestern geschaffene Staatsgebilde vor den gröbsten Fehlern zu bewahren. Leider macht es uns die Clique um Chefisraeli Netanjahu in letzter Zeit nicht ganz leicht. Die jüngsten Spannungen um den Tempelberg zeigen, daß das Land auch von Teilen der Bevölkerung durchaus kritisch gesehen wird.

Die Unstimmigkeiten zwischen der Bundesrepublik und dem Judenstaat sollen und dürfen das deutsch-jüdische Verhältnis jedoch nicht belasten. Wenn ich als Außenminister zu dem übertriebenen Blutdurst der israelischen Armee an den Palästinenserkindern das eine oder andere Wort der Mahnung verliere oder mein Parteifreund Martin Chulz die Trinkwasservergiftung im Gazastreifen anprangert, meinen wir damit selbstverständlich nicht Sie. Die besondere Freundschaft zwischen den Deutschen und den Juden, die aus einer gemeinsamen, leidvollen Geschichte erwachsen ist, ist ein großer Schatz, den wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollten 😉

Als Deutscher und als Sozialdemokrat weiß ich, was es bedeutet, Nachfahre von Überlebenden der Generation Holocaust zu sein. Die schrecklichen Ereignisse von damals, die das Bild von Deutschland in der ganzen Welt so stark getrübt und Millionen von Menschen das Leben gekostet haben, dürfen sich niemals wiederholen, und wenn es noch so viel Anstrengung kostet. Denn eines müssen wir uns immer vor Augen halten: Für die Handlungen einer Regierung darf kein ganzes Volk in Sippenhaft genommen werden – damals wie heute.

Ihnen, den Juden, gilt nach wie vor unsere ganze Sympathie, nach allem, was Sie durchmachen mußten. Gleichgültig, wie schwierig die Beziehungen zwischen uns und dem Staat Israel sind, steht für uns außer Frage: Sie, die jüdischen Menschen in Deutschland, sind und bleiben Teil unserer Volksgemeinschaft auf immerdar.

Herzlich
Ihr Sigmar Gabriel, Bundesaußenminister

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